Mit „Jugendhilfe neu denken“ legt Rainer Orban, Institutsleiter des N.I.L., eine tiefgreifende und zugleich mutige Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation der Kinder- und Jugendhilfe vor. Fachkräfte wie Entscheidungsträger*innen finden darin keine bequemen Antworten, aber umso wichtigere Fragen – und ehrliche Vorschläge für eine Praxis, die nicht länger am Limit arbeitet.
Ausgangspunkt ist eine klare Analyse: Die Jugendhilfe steckt – wie viele andere soziale Systeme – in einer tiefen strukturellen Krise. Fachkräftemangel, fragmentierte Angebote, symptomorientierter Mitteleinsatz und ein gesellschaftlicher Rahmen, der Gemeinwohl oft nur noch rhetorisch mitdenkt, prägen das Bild. Zahlen, Entwicklungen und politische Tendenzen werden schonungslos, aber differenziert beleuchtet.
Doch das Buch bleibt nicht bei der Kritik stehen. Im Gegenteil: Es fordert zum Umdenken auf – und zur Bewegung. Prävention statt Reaktion. Frühzeitigkeit statt Notfallmodus. Eine Jugendhilfe, die nicht verwaltet, sondern gestaltet. Die Orientierung dafür liefert ein biopsychosoziales Menschenbild und die Theorie U von Otto Scharmer – als methodischer Kompass für echtes Neudenken.
Rainer Orban schreibt mit der Erfahrung aus über 25 Jahren Leitung, Beratung und Weiterbildung – und mit dem klaren Wunsch, gesellschaftliche Verantwortung nicht nur zu beschreiben, sondern zu übernehmen.
Erschienen im Carl-Auer Verlag
Anfragen nimmt Inga Kröger gerne entgegen:
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